2 Monate Mama – wie fühlt sich das an?

Zwei Monate sind vergangen. Zwei Monate Mama-sein und ich frage mich immer wieder, wie sich das eigentlich anfühlt. Viele Wort fallen mir dazu ein: wundervoll, beängstigend, verantwortungsvoll, stolz, einengend, verwirrend…wie ein aufgetürmter Haufen Emotionen, der sich einfach nicht einordnen lässt.

Habe ich mir das Mama-sein so vorgestellt? Keine Ahnung. Denn einer der wiederkehrendsten Sätze, den ich während der Schwangerschaft im Kopf hatte war: „Das ist alles so unwirklich!“ Ich konnte mir einfach nichts vorstellen. Irgendwie malt man sich natürlich das Leben mit Kind aus, doch was in mir vorgehen wird, das konnte ich mir in keiner Weise vor mein emotionales Auge führen.

Liest und hört man Berichte von anderen, gibt es nach der Geburt eines Kindes zwei Aggregatszustände der Mutter zur Auswahl. Den, bei dem die Mutter von einem Liebes-Tsunami übermannt wird. Das stellte ich mir vor, als sei man am Ziel seiner Träume angekommen, nichts zählt mehr als das eigene Kind und es besteht kein Zweifel, dass alles genau so sein soll. Sozusagen ein Liebesschalter, der auf ON gedreht wird, irgendwie rosarot. Hierauf setzte ich. Denn der zweite Zustand scheint wenig erstrebenswert, auch wenn er natürlich nicht beeinflussbar ist: die Depression. Kurz vor der Geburt hatte ich gerade noch eine Dokumentation gesehen, bei der Mütter ihre Wunsch-Kinder nach der Geburt kaum annehmen konnten und ihnen die Emotionen fehlten, um ihr Baby zu versorgen. Eine furchtbare Situation, die man sich kaum ausmalen mag.

Und plötzlich ist sie da

Und nach all diesen Grübeleien wurde es am 1. April schließlich ernst. Plötzlich lag da dieses kleine Wesen auf meiner Brust. Geschlüpft aus meinem Bauch, was nach etwa einer Minute schon unvorstellbar erschien. Zu erwarten war der hormonelle Glücks-Tsunami. Doch ein Tsunami blieb aus. Da waren Glückstränen, das definitiv. Und dann war da eine große Erschöpfung von einer anstrengenden Geburt. Und während ich begann mir darüber klar zu werden, dass ich gerade ein kleines Wesen zur Welt gebracht hatte, das meine Tochter ist, war alles schon wieder vorbei.

Aufgrund von kleinen Startschwierigkeiten, wurde sie auf die Überwachungsstation verlegt. Das organisierte „Familienzimmer“ wurde also zum „Paarzimmer“. So lagen wir dort zu zweit und die vorangegangenen Stunden muteten an wie ein Traum. Der Liebestsunami war abgeschmettert. Und während ich mir in Gedanken die ganze Zeit sagte „Du hast jetzt ein Kind, Du hast jetzt ein Kind!“, kam mir alles so unwirklich vor. Da war ein riesiger Batzen Glück und Stolz, doch der schwebte irgendwie im Vakuum.

Die kommenden Tage gestalteten sich sehr anders, als in meiner Planung. Anstatt romantisches Familienzimmer und nach 2-3 Tagen mit dem Maxi Cosi stolz das Krankenhaus verlassen, wurde noch ein tagelanger Krankenhaus-Marathon. Am Ende dauerte es nur wenig länger als eine Woche, erschien mir aber wie eine Ewigkeit. Was in der Zeit aus meinen Muttergefühlen wurde? Ein Chaoshaufen. Eine ständige Sorge um das eigene Kind und gleichzeitig die Unfähigkeit zu begreifen, dass ich Mama sein soll. Vorherrschend war das Gefühl, dass dieses kleine Wesen mich (bzw. uns) braucht und ich mich kümmern muss. Funktionieren war angesagt, auch wenn der eigene körperliche Zustand eigentlich anderes verlangt hätte.

Aber mir fehlte das ruhige Ankommen. Das entspannte Ankommen meiner kleinen Tochter in der Welt und das entspannte Ankommen bei uns als Familie. Wir gingen direkt in den Organisations-Sorgen-Modus über. Es kam mir unmöglich vor, bewusst zu werden, was da passiert war. Doch während ich heute so häufig darüber grüble, wie alles gelaufen ist, weiß ich manchmal gar nicht, ob das nicht jedem so geht. Auch denen, deren Kind nicht nach 2 Minuten weggebracht wurde und dann kaum greifbar war. Aber keiner sagt etwas dazu. Es stellt sich immer nur wie die überschäumende Liebe ab der ersten Sekunde dar. Und irgendwie ist sie das ja auch. Aber irgendwie fühlt es sich anders an. Ich weiß nicht, wie ich es in Worte fassen soll.

Die folgende Zeit

Und so gestalteten sich auch die folgenden Wochen. Immer wieder sagte ich mir „Du hast eine Tochter!“ und doch kam es nicht an. Da ist dieses kleine Wesen und es ist das selbstverständlichste der Welt, dass ich mich kümmere. Und doch wußte ich noch immer nicht, wie sich Mama-sein anfühlt.

Manchmal, wenn ich den ganzen Tag mit ihr alleine zu Hause bin, mache ich mir Gedanken. Darüber, ob ich mich genug mit ihr beschäftige, ob sie sich bei mir wohl fühlt, ob es ihr einfach gut geht. Ich habe das Gefühl noch mehr machen zu müssen/ zu können. Aber ich weiß nicht was. Doch wenn ich mit erfahrenen Müttern darüber spreche, dann gibt es tatsächlich nichts. Trotzdem fühle ich mich noch nicht angekommen. Aber vielleicht ist es sogar genau das, was das Mama-Gefühl ausmacht. Sich immer Sorgen zu machen. Sich immer zu fühlen, als würde man nicht genug tun. Ein latent schlechtes Gewissen für etwas zu haben, was man nicht mal beschreiben kann?

Inzwischen kann ich meine Tochter abknutschen. Sie knuddeln. Trotzdem habe ich noch immer hin und wieder das Gefühl, dass das alles nur eine vorübergehende Situation ist. Immer wieder denke ich, dass ich sie wieder hergeben muss. Bescheuert, doch es lässt sich nicht abstellen. So langsam fühlt es sich aber so an, als würden wir ankommen. Ganz langsam. Wenn sie auf meiner Brust schläft und ihre Arme seitlich an mir herunterhängen, habe ich das Gefühl der bedingungslosen Liebe. Ich spüre, dass dieses kleine Wesen mir bedingungslos vertraut. Ich bin ihr Mittelpunkt – so wie es bei anderen Kinder sonst immer jemand anderes es war und man sie nur als Besucher mal auf dem Arm hatte. Für sie bin ich es. Und wenn ich dann von oben auf sie draufschaue, könnte ich zerfließen. Vor Liebe. Und weil ich manchmal gar nicht weiß, wie ich dieses Vertrauen verdient habe, wo doch so viele Selbstzweifel bestehen. Aber für sie ist es selbstverständlich, dass ich ihre Mama bin.

Mama sein

Inzwischen vermisse ich sie auch, wenn wir zu lange getrennt sind. Auch das war am Anfang irgendwie anders. Manchmal, wenn wir eine halbe Stunde oder Stunde im Auto unterwegs sind, dann kann ich es nicht abwarten, dass wir endlich da sind. Ich vermisse sie, wenn sie ruhig hinten im Kindersitz liegt und ich sie nicht höre, nicht spüre. Dann möchte ich am liebsten am Seitenstreifen anhalten, sie aus dem Maxi-Cosi herausholen, ganz fest an mich drücken und wissen, dass es ihr gut geht.

Zwischen Alltag und Tsunami

Im Alltag kommt mir häufig alles so banal und selbstverständlich vor. Auch wenn ich froh bin, dass wir nach den ersten Wochen nun tatsächlich eine Art Alltag haben. Dann spüre ich aber diesen Liebes-Tsunami nicht. Ich hatte mir eingebildet, dass dieser permanent da ist. Aber vielleicht ist das auch gar nicht so. Vielleicht sind es eben diese Momente. Tsunamis übermannen einen ja auch und ziehen sich wieder zurück, bevor sie nochmal mit voller Wucht losschlagen. Und so ist das wahrscheinlich auch mit den Momenten, in denen man dieser unendlichen Liebe bewusst wird. Dann, wenn man am liebsten kurz die Welt anhalten möchte und die Tränen fließen, weil alles so unglaublich ist. Aber im Grunde ist diese Liebe immer da. In Momenten, wenn man alles gibt, um dieses einzigartige und wundervolle Lächeln seiner Tochter zu sehen. Wenn man in einer halben Stunde zum zweiten Mal die Klamotten wechseln muss, weil es an allen Seiten rausläuft und man trotzdem noch mit einem großen Grinsen auf dem Wickeltisch Quatsch macht. Wenn man nachts mit angewinkelten Knien vor sich hindöst, weil das Kind am liebsten auf den Oberschenkeln liegt, wenn es unruhig ist. Oder wenn man die millionenste Ladung Wäsche gewaschen hat und sich beim millionsten Abhängen von der Leine darüber freut wie unglaublich bezaubernd die eigene Tochter in eben diesen Klamotten aussieht.

Und so hangeln wir uns von Tag zu Tag, von Woche zu Woche. Inzwischen sind zwei Monate um und erst jetzt habe ich das Gefühl langsam anzukommen. Es war mir eine Herzensangelegenheit mal darüber zu schreiben, dass am Anfang nicht immer alles so rosarot ist. Inzwischen habe ich hin und wieder gehört, dass es anderen auch so geht. Aber keiner hat mich darauf vorbereitet. Stattdessen habe ich mich phasenweise in Selbstzweifeln verloren. Aber das braucht man nicht, das weiß ich jetzt. Dieser kleien Seelen-Striptease war mein letzter Schritt, um diese endlich mal abzuschütteln und ich hoffe sehr, dass rübergekommen ist, was ich sagen wollte und mich keiner mißversteht. Überhaupt bin ich euch schon sehr dankbar, wenn ihr bis hierher gelesen habt. Solltet ihr an dieser Stelle noch bei mir sein, könnt ihr euch eine virtuelle Umarmung bei mir abholen. Möglicherweise schreibe ich jeden Monat ein kleines Update. Aber das entscheide ich noch. Ein bißchen Gefühlsduselei darf ja auch mal sein. Ich gehe jetzt mal zurück zu meiner Tochter. Die war nämlich mit ihrem Papa ein bißchen spazieren, während ich hier geschrieben habe. Und was soll ich sagen: ich hab die beiden echt vermisst!

41 thoughts on “2 Monate Mama – wie fühlt sich das an?

  1. als nicht Mama fuehle ich mich ja nun nicht so richtig berufen zu kommentieren aber ich wage es trotzdem:
    Eigenartigerweise konnte ich beim Lesen alles was du schilderst nachvollziehen und das obwohl ich doch theoretisch in einer ganz anderen Situation bin. Bei mir ist das ganze Kinderwunschthema auch schon aehnlich, ich versuche mir krampfhaft vorzustellen wie schoen das Leben mit Kind sein muss aber ich kann es nicht, ich kann 1000 Berichte ueber diesen „Liebes – Tsunami“ lesen aber sie kommen nicht an und reichen (noch?) nicht um mir genug Vertrauen in eben dieses kommende Glueck zu geben um den Schritt zu wagen. Als von Neu-Mamis umgebene weiss ich jedoch, dass du definitiv nicht die einzige bist die erst noch ankommen musste!

    • Danke für Deinen Kommentar! Kinder zu haben sollte natürlich gut überlegt sein. Aber denk einfach darüber nach, ob es tatsächlich eine Alternative ist, niemals Kinder zu haben. Denn wirklich bereit wird man nie sein, da einfach die Vorstellungskraft fehlt, wie es tatsächlich im Alltag ist.

  2. Hallo Nina,
    mir ging es am Anfang ähnlich wie dir, obwohl wir einen wesentlich einfacheren Start mit unserer Tochter hatten. Auch ich dachte in der Schwangerschaft – ohne mir den Alltag mit Kind konkret vorstellen zu können – dass ich erst einmal auf einer rosaroten Wolke schweben würde. Und obwohl auch ich bei der Geburt Freudentränen vergossen habe, und mein kleines Baby stundenlang hätte anhimmeln können, hat es doch eine Weile gedauert, bis ich mich in meine Mutterrolle eingefunden hatte. Meine Tochter war wirklich ein sehr pflegeleichtes Baby, aber trotzdem kamen mir zu Beginn viele alltägliche Aufgaben wie eine riesige Herausforderung vor. Auch der Gedanke, dass ich von nun an an mein Kind gekettet bin und mein altes Leben vorbei ist hat mich belastet. Gott sei Dank haben einige Freundinnen von mir kurz vorher auch ein Kind bekommen und nachdem ich bei ihnen das Thema mal vorsichtig angesprochen haben, erzählten einige von ähnlichen Erfahrungen. Das hat mich doch sehr beruhigt und mir gezeigt, dass es auch normal ist, wenn man erst in seine Mutterrolle hineinwachsen muss und nicht von Anfang an quasi per Knopfdruck zum Muttertier mutiert (das mit dem Muttertier meine ich im positiven Sinne). Witzigerweise habe ich heute mit einer Freundin über genau das gleiche Thema gesprochen und sie meinte auch: Die ersten sieben Wochen waren nicht so doll, darauf hätte ich gut verzichten können. Bei mir war es ähnlich, erst so nach sechs Wochen hatte ich das Gefühl: so langsam finde ich mich ein in meinen Alltag mit Baby und als Mutter und zum anderen hatte ich auch wieder das Gefühl mehr zu sein als nur Mutter und meinen eigenen Bedürfnissen ein Stück weit nachgehen zu können. (auch wenn das jetzt ein bisschen paradox klingt). Ich war froh, dass ich gute Freundinnen hatte, mit denen ich in der Anfangszeit viel reden konnte, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Meiner Meinung nach, wird man im Vorfeld nicht darauf vorbereitet. Im Vorbereitungskurs haben wir kurz über den Baby-Blues gesprochen (den ich auch hatte, was aber etwas ganz anderes ist), aber sonst… Scheinbar erzählen nur die „glücklichen“ Mütter von ihren Erfahrungen, die anderen halten sich wahrscheinlich einfach zurück…
    Langer Rede kurzer Sinn: du hast mir mit deinem Post in vielerlei Hinsicht aus der Seele gesprochen und ich finde es gut, auch mal diese Seite des Mutterseins zu schildern.
    Liebe Grüße nach Mainz,
    Kerstin

    • Ganz lieben Dank, liebe Kerstin! Ich denke, dass es definitiv ein Thema wäre, was in Geburtsvorbereitungskursen mal besprochen werden könnte! Wenn es so vielen so geht – und sich so viele dabei schlecht fühlen – wäre es doch etwas, was möglicherweise helfen würde….
      Liebe Grüße
      Nina

  3. Hallo du, bei uns war es (vor genau einem Jahr) ganz ähnlich. Perfekt vorbereitet und voller Vorfreude landete ich im Krankenhaus. Dramatische Geburt, eine Woche Kinderklinik, nachher große Probleme mit Geburtsverletzungen und ein Schreikind zu Hause. Immer ein ungutes Gefühl im Bauch, dass es doch so nicht sein sollte und nicht gut sein kann. Darunter leidet auch die Beziehung, bis heute. Aber die Glücksmomente werden mehr und ich hoffe, dass sich unsere kleine Familie ohne schlimmere Schäden irgendwann von allem erholen wird.

    Hast du am Ende der Geburt wehentreibende Mittel bekommen? Eines dieser Mittel blockiert jene Rezeptoren, die sonst nach der Geburt für das so oft beschriebene Glücksgefühl sorgen. (Ganz vereinfach ausgedrückt.) Mir hat man erklärt, dass dieser Stoff natürlich gebildet dafür sorgt, dass die Nachgeburt kommt und man sich sofort unsterblich in sein Kind verliebt. Wird der Stoff vorher gespritzt, um die Wehen anzukurbeln, sind die Rezeptoren besetzt. Ich konnte mit dem Baby auf der Brust nur an das bevorstehende Nähen denken, Glück war da weniger. Leider.

    Alles Gute!!

    • Hi Kati, danke für Deinen Kommentar! Das hört sich wirklich nach einem schwierigen Start an! Ich denke, dass ich keine wehentreibenden Mittel bekommen habe…aber ganz ehrlich: viel weiß ich nicht mehr. Am Anfang hab ich eher was wehenhemmendes bekommen, weil es keine Pausen mehr gab…
      Ich wünsche Dir und Deiner kleinen Familie auf jeden Fall alles Liebe und dass ihr euch weiterhin gut einfindet und die Glücksmomente immer weiter zunehmen! Liebe Grüße Nina

  4. liebe namensschwester :-)
    mutig und großartig finde ich deinen seelenstriptease. ich habe mich das nicht getraut, obwohl ich eine ähnliche emotionsgeschichte erzählen könnte. ehrlichgesagt finde ich, dass man weder auf die positiven, noch auf die „negativen“ Seiten der ersten Zeit nach der Geburt ausreichend vorbereitet werden kann. ich habe noch nicht ganz so viele Freunde mit Kindern im Freundeskreis, aber diejenigen, die Eltern sind, bekamen auf jeden fall etwas zu hören wie: „wieso hast du mir das denn nicht gesagt???“. gleichzeitig denke ich aber auch, dass ich es erstens nicht verstanden hätte, denn man muss es wohl selbst durchmachen um wirklich zu wissen was es heißt Mutter zu werden. und zweitens ist es glaube ich auch besser, dass ich nicht wusste wie hart und nervenaufreibend das ganze sein kann. wenn ich mich dann überhaupt noch für ein Kind entschieden hätte, wäre die Angst vor den ersten Wochen ja extrem gewesen. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich mich lieber dagegen entschieden hätte – auf keinen Fall, ein Kind ist das beste, was man sich vorstellen kann – aber mir hätten die Knie geschlottert, da mir eben auch die wahnsinnigen Glücksgefühle gefehlt hätten. Jetzt, nach knapp neun Wochen, sind wir mehr oder weniger „angekommen“. Auch mich verfolgt noch dieses komische „schlechte Gewissen“ immer noch mehr tun zu müssen, aber es fühlt sich hauptsächlich gut an (abgesehen vom schlafmangel und den ausgeleierten Schultergelenken…). Fakt scheint zu sein, dass man ganz viel aus der Anfangszeit verdrängt. Dass es im Nachhinein wohl doch alles nicht so schlimm war. Das ist bestimmt auch gesund so. Nun, da du es ja jetzt aufgeschrieben hast bin ich sehr gespannt, was wir in einem Jahr dazu sagen.
    Klingt etwas theatralisch, ist aber so: du bist nicht allein :-)
    Herzlichst
    Ninotschka

    • Das ist sehr lieb von Dir! Du hast völlig recht: wirklich verstehen kann man das erst, wenn das Kind da ist. Und jedes Kind und jede Mutter reagieren auch unterschiedlich aufeinander. Trotzdem hat es mich zeitweise verrückt gemacht, dass ich nicht auf rosa Wölkchen geschwebt bin. Ich dachte, das müsse so sein. Außerdem wird man auf die Tatsche des Schlafmangels ja permanent hingewiesen…und selbst da weiß man erst, wie es sich wirkich anfühlt, wenn die Kleinen da sind. Wie auch immer: auch wir kommen langsam an und es fühlt sich alles viel richtiger an, als noch vor 4 Wochen. Ich bin da also ganz optimistisch. Und ansonsten muss ich ja mal sagen haben wir wirklich ein extrem entspanntes und pfegeleichtes Kind…ich kann nur hoffe, dass das so bleibt 😉 Euch auch alles Liebe! Nina

  5. Wundervoll geschrieben, und so offen und ehrlich und nachvollziehbar. Es kann natürlich sein, dass ich so etwas noch nicht gelesen habe, weil ich mich nunmal nicht mit Mama-Sein auseinandersetze. Aber ich interessiere mich selbstverständlich dennoch dafür, viele Freundinnen sind ja Mütter, und vermutlich checke ich außerdem irgendwie, was ich denn verpasst haben könnte. :)
    Ich finde es ehrlich gesagt wundervoll entspannend, einmal nichts von diesem entweder oder zu lesen sondern über die Grautöne, das nicht-eindeutige. Hast Du sehr schön rübergebracht.
    Ganz liebe Grüße,
    Inka

  6. Weißt Du, diese Happy-Shining-Mamys gaukeln uns nur was vor. Die wollen nur so sein, weil sie insgeheim auch über rumliegende Legosteine, ausgeräumte Geschirrschubladen und Wäsche Himalays jammern. Einen Tsunami gibts bei uns nur in Form von Cornflakes auf dem Boden, gerne auch Reis oder Erbsen.
    Aber egal. Weil die Realität doch auch schön ist mit all ihren Ecken und Kanten. Und wenn man das 10 mal am Tag gedachte ‚ich schieß Euch auf den Mond‘ mit überraschenden Sätzen, plötzlichen Erkenntnissen und klebrigen Knutschern aufrechnet, ists doch ganz nett mit den Kleinen 😉

    Alles gut und alles normal, glaub mir :-)
    Lieben Gruß,
    Katja

    • Danke, liebe Katja! Es wird auch gerade alles besser, es war mir nur wichtig auch mal den Anfang zu beschreiben. Und in der Realität ist es auch in der Tat so, dass das Lächeln jede Sorge wieder in Luft auflöst. Und ich bin glücklich, dass die Kleine so unglaublich viel lächelt inzwischen 😉

  7. Danke für den tollen Artikel.
    Bei mir ist das alles schon etwas her, und ich habe mittlerweile auch schon zwei Kleinkinder, aber beim ersten Kind ging es mir ähnlich. Schwerer Start, eine Woche im Krankenhaus, 2 Monate total umfit und ein Baby zuhause. Gefühlsmäßig war auch alles dabei und ich kann mich auch nach fast 4 Jahren gut daran erinnern, dass es anfangs eher grau als rosa war. Es hat mich nicht gehindert noch ein Kind zu bekommen und ich denke tatsächlich das es dazu gehört. Für mich zumindest, auch wenn mich niemand darauf vorbereitet hat. Zum Glück hatte ich eine gute Hebamme, die mir die Ängste schnell genommen hat.
    Danke für Dein Seelenstriptease, es tut gut zu lesen, dass es vielen so geht/ging.
    Lieben Gruß | Barbara

      • Beim 1. Kind ist alles so… unwirklich.

        Man starrt dieses winzige Wesen ständig an, denkt, dass man träumt… Man heult, wenn man es zum allerersten Mal völlig nackt sieht (wie ein halbes Hähnchen), man weiß nicht, wie man es halten soll ohne es zu zerbrechen; man heult, wenn man es zum letzten Mal in der Klinik wickelt und ihm die eigene Kleidung anzieht und heult noch mehr, weil man dieses Kind tatsächlich mit nach Hause nehmen darf.

        Man denkt, es ist ein Traum und man hofft, dass jetzt niemand kommt und einen aufweckt.

        Nachts steht man neben dem Bett und heult, weil das Baby so süß aussieht wenn es schläft und man nicht fassen kann, dass man nun ein Kind hat.

        Ja, es IST verdammt anstrengend. Es bleibt anstrengend. Und schön.

        Man heult vor Erschöpfung, vor Verzweiflung, vor Freude. Bei den ersten Schritten, beim ersten „Mama“ und erstrecht dann, wenn die kleinen Arme es schaffen, sich ganz fest um Deinen Hals zu legen.

        Man heult, wenn man zum ersten Mal „Is hab dis liiiiep!“ hört.

        Vor allem muss man sich jedoch von dem Gedanken verabschieden, dass das Leben mit Kind so problemlos ist wie in der Fernsehwerbung. Sie strahlen nicht den ganzen Tag, manchmal möchte man sie in die Umlaufbahn schießen, und wenn es nur für eine Stunde ist.

        Ich wäre vom ersten Moment an für mein Kind gestorben, ich habe es vom ersten Moment an mehr als mein eigenes Leben geliebt. Aber irgendetwas war nicht so, wie es hätte sein sollen.

        Beim 2. Kind waren die Gefühle dem Kind gegenüber genauso wie beim 1., nur das ständige Heulen ist ausgeblieben (ich wusste ja mittlerweile, dass ich das Kind mit nach Hause nehmen darf und wie ein neugeborenes halbes Hähnchen aussieht 😉 )

        Der Start mit Kind Nr. 2 war nicht einfach, gesundheitliche Probleme waren vorhanden und als die sich normalisiert hatten, ging es mir dafür stets und ständig schlechter.

        Wochenbettdepression. Mein eigener Verdacht hatte sich bestätigt, im Nachhinein war dann klar, dass die mich beim 1. Kind auch voll erwischt hatte. Aber wer denkt schon daran, wenn man immer nur hört „Mütter mit PPD lehnen ihre Kinder völlig ab.“?

        Grau. Grau mit teilweise Tendenz zu schwarz. Aber überwiegend bunt. Auch wenn jetzt ab und zu die Farbe verschwindet und es wieder dunkler wird; ich liebe meine Kinder mehr als alles andere und bin verdammt stolz, dass sie es mit mir aushalten.

  8. Hallo,
    Ich habe vor sechs Monaten drittes und letztes Kind geboren. Und ich hatte bei allen dreien das Gefühl, da könnte jederzeit jemand kommen und das Bündel wieder mitnehmen ohne das es mich berühren würde. Dieses Gefühl von des nicht realistisch seins. … Meine kleine war ein Schreikind und ich habe einen Abend zu meinem Mann gesagt, daß ich sie nicht liebe könne und daß sie mich in den Wahnsinn treiben würde. . So hab ich auch wirklich gefühlt, so schlimm das klingt.

    Mittlerweile haben der kleine Quälgeist und ich uns zusammen gerauft und ich kann sie genießen auch wenn sie mal schreit, absolut die Flasche verweigert, usw. …

    Man kann sagen was man will, das Wochenbett hat schon seinen Grund. Leider ist es in der heutigen Gesellschaft aber kaum möglich sich die ersten acht Wochen betüddeln zu lassen und sich erstmal an das kleine komische Wesen zu gewöhnen. .. schade eigentlich. Irgendwie wird der seelische Zustand nach einer Geburt tabuisiert. .. man erwartet von frischen Muttertieren einfach,dass sie vor Glück dahin schmelzen.

    • Danke für Deine Geschichte! Je mehr ich von euch allen lese und es offensichtlich so vielen so geht, ist es umso trauriger, dass so selten darüber gesprochen wird! Ich wünsche Dir alles Liebe!

  9. ich gebe dir total recht – alle sagen wie toll es ist und nach anstrengender Geburt/ kaum Schlaf und einem total neuen Leben wartet man darauf wo es ist „das tolle“ – ich dachte eine schlechte Mutter zu sein weil ich am Anfang dieses Gefühl nicht hatte! Unser Sohn ist jetzt 2 und ich sag dir der Liebes Tsunami ist da – fast 24 h am Tag – und es ist unglaublich wie viel Liebe nun zurück kommt!

    • Danke für Deine Worte! Ich merke auch momentan, wie es jeden Tag besser wird. Vielleicht ist das auch alles ganz normal, nur keiner sagt einem das vorher – das schlimme ist halt, dass (wie Du auch sagst) man sich zusätzlich zu der neuen Situation auch selbst noch Vorwürfe macht. Und das ist ja offensichtlich so unnötig. Alles Liebe auch für euch! :-)

  10. Danke für deinen Seelen-Striptease!
    In meinem Freundeskreis bin ich die erste die ein Kind bekommen hat. Das ist nun schon etwas mehr als ein Jahr her und ich arbeite nun auch schon wieder.
    Dennoch kann ich mich gut an die ersten Wochen nach der Geburt erinnern.
    Nichts lief so wie ich es wollte…schon vor der Geburt. Anstatt der familiären,ruhigen Geburt im Geburtsthaus wurde es eine eingeleitete im Krankenhaus.
    Ich hatte mich so auf diesen magischen 1. Moment mit meinem Sohn gefreut. Der war dann so ganz anders…ich habe mich hinterher gezwungen ein paar Tränen zu verdrücken. Klingt blöd war aber so…ich wollte nicht dass die Menschen um mich rum denken ich hätte kein Gefühl für ihn.
    Ich war einfach nur sehr müde und hatte Verletzungen um die sich noch gekümmert werden musste.
    Wir sind noch am selben Tag der Geburt nach Hause gegangen. Ich habe es im KH nicht mehr ausgehalten! :(
    Zu Hause war ich sehr dankbar,dass mein Mann da war. Aber ich habe trotzdem alles selbst gemacht weil ich Angst hatte mein Mann könne denken ich wäre eine schlechte Mutter. Die Familie wurde auch in den ersten Tagen direkt eingeladen um den Stolz der Familie zu zeigen. Und während der ganzen Zeit wollte ich eigentlich einfach nur allein sein um die Zeit zu haben alles zu verarbeiten.
    Erst nach mehr als 8Wochen habe ich mich meinem Mann und meiner Hebamme anvertraut weil ich Angst hatte ich könnte eine Depression entwickelt haben. Und siehe da meine fantastische Hebamme hat mich aufgebaut und mir gesagt, dass das eine vollkommen normale Sache sei über die man vorher nur ungern redet. Heute verstehe ich es. Hätte man mir das vor der Geburt gesagt hätte ich nicht gewusst ob ich das geschafft hätte!
    Ständig diese Angst nicht genug zu tun und das was man tut auch noch falsch zu machen. Sehr unschön.
    Ich liebe meinen Sohn abgöttisch…er ist das Beste was ich je „gemacht“ habe.
    Ich kann dir also aus tiefstem Herzen sagen: du bist nicht alleine!
    Mein Gefühl des ungenügend sein hat sich nach meinem Gespräch mit meinem Mann endlich erledigt gehabt. Danach wurde alles einfacher und sehr schön!

    Ich bin mir sicher, dass du deinen/euren Weg finden wirst!

    Ganz liebe Grüße

    Katharina

    • Wow, danke für Deine ehrlichen Worte und Deine Geschichte! Ich verstehe, was Du meinst. Mein Mann war/ist mir auch eine große Hilfe, dafür bin ich sehr dankbar. Ich wünsche euch alles Gute für euren Weg! LG Nina

  11. Hallo!!!
    Du schreibst mir aus der Seele.
    Es gibt ein wunderbares Zitat von Joy Kusac frei übersetzt:
    Das Schwerste an der Geburt ist das erste Jahr danach.
    Ich hab 2 kleine Kinder und meine (negativen) Erfahrungen haben dazu geführt, dass ich heute Krisen rund um die Geburt in einer eigenen kleinen Eltern-Kind-Praxis begleite (baby-bonding.de). Ich würde Deinen Blog gerne auf meiner Facebook Seite teilen. Ist das ok?

    Liebe Grüße aus München.
    Nicola

  12. Danke für den treffenden Beitrag – genau das frag ich mich auch „warum sagt das keiner“?!
    Ich fühl mich im Moment (Sohnemann ist 5 Wochen) schlichtweg betrogen und die ganze Zeit hab ich den Satz im Kopf „so hab ich mir das nicht vorgestellt“.
    Im Moment fühlt es sich an wie die Pflege eines Schwerkranken, der keinen Funken Emphatie erkennen lässt bzw. sich subjektiv nur „beschwert“. Und da kann ich mir 1000x am Tag denken, er kann ja nur Schreien und sonst noch nix.
    Die „Tipps“ der Umgebung gehen mir noch mehr auf den Geist – wenn ich sag, er schreit in meiner Wahrnehmung nur, dann kommen alle Mütter und Väter mit ihren Stories, dass es bei ihnen ja viiiieeel schlimmer war. Und das alles normal ist. Tja, das sind ungelogen die schrecklichsten 5 Wochen meines Lebens bisher – körperlich und psychisch.
    Und vom „es wird jeden Tag leichter“ hab ich leider noch nicht viel gemerkt…

    • Ohne, das hört sich wirklich extrem an. Ich wünsche Dir, dass bald Licht am Ende des Tunnels erscheint. Es wird sicherlich irgendwann besser…aber verständlicherweise können sich Wochen auch wie Monate anfühlen! Alles Liebe!

      • @ Karin, das klingt bei Dir aber auch so, als hätte der Kleine ein gesundheitliches Problem?

        Ein Baby schreit nicht ohne Grund die ganze Zeit.

        Vielleicht ist Nina ja so nett und gibt Dir meine Mailadresse, ich habe da eine Ursache im Hinterkopf.

        Liebe Grüße!

        Kathrin

  13. Hallo,
    Ich muss sagen: Du sprichst mir aus der Seele! Meine Tochter wird bald ein Jahr alt und noch immer fühlt es sich manchmal eigenartig an wenn jemand sagt “ja, da ist die Mama“ und ich ertappe mich immer wieder, dass ich mich wundere (also eine 10tel Sekunde) weil außer mir sonst keiner im Raum ist. Und dann weiß ich wieder dass ICH gemeint bin und dass dieser Ausdruck den meine Tochter mit so viel Liebe füllt wenn sie ihn ausspricht MICH beschreibt.
    Also bis auf die Sache mit dem Kind auf der Kinderstation hatte ich zeitweilig das Gefühl du beschreibst meine Gefühle mit besseren Begriffen als ich es bisher geschafft habe.
    Ich bin mir sicher, dass jemand der sich selbst so reflektiert sicherlich eine tolle Mama ist.
    Alles Gute mit deiner kleinen Familie!
    Liebe Grüße

  14. @Schnubbelbubbel- nö, alles o.k. Wir waren beim Cranio Sacral angucken lassen und auch sonst gedeiht er mehr als prächtig. Mehr als die „Schreibaby“ 3h weint er sicher nicht – aber er war im KH schon temperamentvoller als die damaligen anderen Kinder. Er ist schon recht groß und schwer auf die Welt gekommen (die Geburt war komplikationslos).
    Danke Mainzerin – freu mich auf mehr von dir! :)

  15. Vielen Lieben Dank für deine Tolle und teils für mich auch bewegende Geschichte.
    Deine Geschichte spiegelte in sehr vielen Momenten, auch meine eigene Geschichichte wieder.
    Deshalb bin ich dann jetzt auch zu dem Entschluss gekommen, ein wenig über meine Geschicte zu schreiben….
    Sie auch für mich einfach mal runter zu schreiben.
    Danke!!!! Selber wäre ich da wahrscheinlich nicht drauf gekommen.

    Denn unsere Geschichte über die Geburt unserer Tochter war nunmal auch keine Bilderbuch Geschichte.

    Ein paar wochen vor der Geburt habe ich mir auch ausgemalt, wie es denn sein wird? Wie es sich anfühlt, das eigene Kind zur Welt zu bringen. Sie liegt danach auf meiner Brust und ich bin ihre Mama;
    Das war für mich auch alles gaaanz weit weg und nicht real.
    Nun gut. Für mich kam dann auch der X . Ich wurde auf Grund zu wenig Fruchtwasser eingeleitet.
    wir sind im Krankenhaus angekommen und die Untersuchungen haben begonnen. Bin dann aufs Zimmer und habe im Krakenbett gelegen und mir gedacht, du sollst mama werden. -Einfach ein unglaublicher Gedanke-
    Es vergingenen nunmer 19 Stunden wehen…
    Ein paar minuten vorher konnte ich es mir immer noch nicht vorstellen, gleich meine Tochter auf der Brust liegen zu haben.

    …. Nach ca. 3 Presswehen war sie dann da und auch schon wieder weg!!!
    in den ersten minuten wussten wir nicht genau, was denn da los war.
    Die zeit vorher meint die Hebamme noch : Sandra deiner Tochter geht es gut, sie ist nur ein bissel Faul.
    Nun gut, dachte ich mir. Hauptsache ihr geht es gut und meine schmerzen sind ja auch irgendwann vorbei.
    Sie sind dann direkt mit ihr raus….
    Mein Mann war völlig aufgelöst und hat gsagt : Sandra, da stimmt etwas nicht. Sie weint nicht!
    Durch die PDA war ich irgendwie nicht ganz da ( ziemlich benebelt)
    Ich hab da gelegen und mir gedacht… MEine Güte, da hast du 10 Monate deinen Bauch wachsen sehen ( den ich geliebt habe), hast 19 Stunden in den Wehen gelegen und jetzt??? Jetzt bringst du deine Tochter zu welt und schon ist sie wieder weg?? Das konnte doch irgendwie alles nicht war sein.
    Nach einer weile kam dann der Kinderarzt zu uns, den das Krankenhaus, wo ich entbunden hatte, gerufen hatte.
    Er war dann auch der ERSTE, nach einer gefühlten Ewigkeit, der uns zur Geburt unserer Tochter gratuliert hatte.
    Sie kam dann zur Beobachtung in die Kinderklinik. Es ging ihr da aber schon wieder gut.

    Und ich war auf einmal so überwältigt von allem! Ich bin Mama!!!
    Die nächsten Tage spileten sich dann im Krankenhaus ab. Jeden Tag ca 6-8 Studen. Und fahren wollte ich nie!
    Dann waren wir endlich zu Hause. und es fiel mir alles so schwer…
    Ich wusste nicht, ob ich alles richtig mache, denn auf einmal war da ein Kind. DEIN KIND.
    Die ersten zwei wochen war ich einfach nicht in der Lage sie in ihr bett zu legen zum schlafen. Ich hatte das Gefühl, etwas nach zu holen. Lena ist jeden Abend bei mir auf der Brust eingeschlafen.
    Ich hatte so viel Liebe, das ich teilweise nicht wusste wohin damit.
    Dann kamen noch diese Erwartungen dazu… wann kann sie was? Warum guckt sie jetzt nicht mich an, obwohl ich direkt über ihr knie?
    Alle diese Gedanken und sorgen kreisten um mich.
    Eines Tages kam dann meine Mama und sagte: Verlang nicht zu viel von deiner Tochter. Sie muss auch erstmal hier in der Welt ankommen.
    Sie meinte, das ich bzw wir das alles so toll meistern würden und tolle Eltern wären, sodass bei mir dann nach und nach alles ein wenig entspannter wurde.
    Ja ich bin jetzt auch Mama und es gibt für mich einfach nichts schöneres auf der Welt.
    Meine Tochter Lena wir bald 3 Monate alt und es macht mich überglücklich jeden Tag in Ihre Augen zu sehen und mir ein kleines Lächeln abzuholen.
    Diese kleine Lächeln schenkt mir ein weitern Tollen Tag!

    ……
    Ein kleines Bündel voller Glück,
    klein genug um es mit einer Hand zu halten
    und groß Genung um dein ganzes Leben zu füllen…..

    Hiermit möchte ich mich nochmal bei dir für deine tolle Geschichte bedanken.
    Danke, das du mir mit deiner Geschichte den Gedankenstoß gegeben hast, meine Geschichte auch einmal zu erzälen.

    • Wowereit, danke Sandra! Wenn ihr bloß wüßtet, wie häufig ich heulend vor euren Kommentaren sitze! Eure Offenheit bedeutet mir viel, selbst wenn wir uns alle nicht kennen! Alles Liebe Dir und Deiner Familie!

  16. Pingback: 3 Monate Mama – was hat sich verändert? | Mainzer Wohnzimmer

  17. Hallo,

    du sollst wissen, dass du nicht allein bist. Und jetzt, da mein Sohn 10 Monate alt ist, kann ich sagen, dass die Anfangszeit schneller vorbei geht, als man sich vorstellen kann. Jetzt denke ich zurück und werde ganz traurig. Ich frag mich, warum ich die Anfangszeit nicht genießen konnte und sie so belastend empfand.

    Meine Geschichte begann so:
    Mein Sohn kam 5 Tage nach dem ET. Vorher war ich voller Vorfreude, ich konnte es kaum erwarten, ihn zu sehen und zu halten. Ich hätte ihn am Liebsten schon im 6. Monat zur Welt gebracht

      • Ja, ich habe schon gesehen dass da wohl etwas verloren gegangen ist. Danke schon mal für die Mühe! Ich finde auch, dass die Zeit wirklich rast. Morgen wird sie schon 4 Monate und es hat sich viel verändert. Ich versuche mich inzwischen auch darauf zu fokussieren, dass ich diese einzigartige Zeit genieße, weil sie niemals wiederholbar ist. Genauso wie dieses Jahr, dass man frei hat. Es gelingt mir immer besser…

  18. Hallo. Ich habe im Juli letztes Jahr entbunden und uns ging es ganz genauso und es tut immer noch gut, so etwas zu hören. Man ist nicht alleine damit. Das tut gut.
    Weil komischerweise geht es niemandem so, mit dem man drüber spricht. Oft versuche ich mit anderen Müttern darüber zu reden, aber bei denen war alles nur toll. Anstrengend, aber toll.
    Mittlerweile sind /waren viele bekannte und Freundinnen von mir schwanger und ich wollte sie alle darauf vorbereiten. Weil ich auch dachte (wie du), „Hätte mir das mal jemand sagen können?“
    Aber die Wahrheit ist, man will es nicht hören wenn man schwanger ist. Oder man hört es, aber es nützt nichts. Ich dachte nochmal an meine eigene ssw, und erinnerte mich, dass viele versucht haben es mir zu sagen, was auf mich zukommt usw. Aber ich dachte immer nur “ Verdammt, seid nicht alle so negativ! Bei mir muss es ja nicht so werden.“
    Tja, und so muss wohl jeder erst selbst die Erfahrung machen. Manche sind ehrlich,… Manche belügen sich selbst.
    Alles gute und viel Kraft euch allen in den vielen schlaflosen Nächten. :o)

  19. Hallo Nina,
    wirklich ein schöner, persönlicher Post! Ich bin vom Thema Kind noch ganz weit weg (vielleicht kommt das nie!), finde es aber trotzdem (oder gerade deshalb?) sehr spannend, deine Gedanken zum Mutter-Dasein zu lesen.

    Bis morgen auf der Blogst!

    Liebe Grüße
    Jenni

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