Frühstück in der Neustadt: Wildes Leben

DAS CAFÉ WURDE INZWISCHEN LEIDER GESCHLOSSEN:

Inzwischen gehört es zu unseren Stamm-Lokalen bzw. Frühstückcafés. Schon alleine deshalb, weil es nur wenige hundert Meter von unserer Wohnung entfernt liegt. Aber nicht nur deshalb. Die Rede ist vom Café Wildes Leben.

Ich muss sagen, als das Café eröffnet wurde, war ich ziemlich begeistert. Schon seit Ewigkeiten habe ich gepredigt, dass es in diesem Teil der Neustadt wirklich ein bißchen mau aussieht, was Cafés angeht. Und nachdem ich gerade nicht selbst eines aufgemacht habe (warum eigentlich nicht?), war ich um so glücklicher, dass zwei mutige Damen den Leerstand nutzten.

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Das Wilde Leben ist vor allem ein Café, das heißt der Abendbetrieb ist relativ eingeschränkt. Am Wochenende ist bis 24 Uhr geöffnet – in der Woche kürzer – und man kann auch Kleinigkeiten wie Quiches, Suppen oder kleine Salate essen. Aber an dieser Stelle soll es ja um das Frühstück gehen, daher lege ich den Fokus darauf.

Im Gegensatz zu vielen anderen Cafés stellt man sich das Frühstück selbst zusammen. Dabei gibt es eine vielfältige Auswahl zwischen Brot/Brötchen, diversen Aufstrichen, Wurst/Käse, Schokostreusel aber auch Müsli, Obst und Eier. Ausgewählt wird von der große Tafel an der Selbstabholerbar. Inzwischen hat sich das Programm auch um ein „Frühstück für Faule“ erweitert, das ein fertiges Frühstück definiert.

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Ich persönlich bin ziemlich großer Fan der Aufstriche. Der Standard-Aufstrich ist die Avocado-Creme. Ich kann euch sagen: sie ist mein persönlicher Himmel! Es gibt ja in vielen Lokalen oder Cafés etwas, was einem besonders gut gefällt und einen immer wieder hinzieht. Hier ist es für mich definitiv die Avocado-Creme. Ich kann kaum genug davon bekommen und sie landet jedes Mal auf meiner Bestellliste. Das sehen noch mehr Leute so, weshalb ich bereits auf die Tomaten-Feta-Creme ausweichen musste. Und was soll ich sagen: exakt das gleiche Suchtpotential! Einziger Hinweis: ihr solltet Knoblauch mögen.

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Ebenso lecker und empfehlenswert sind die jeweils selbstgemachten Kuchen. Auch hier haben wir uns inzwischen schon mal ziemlich quer durch probiert und bislang ist mir kulinarisch noch kein Ausfall begegnet. Daumen hoch also auch hier!

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Zur Einrichtung habe ich schon unterschiedliche Meinungen gehört. Manchem sind die rustikalen aus Holz gezimmerten Stühle und Hocker etwas unbequem. Ich persönlich kann mich hier nicht beschweren, stattdessen sind wir vom Design immer wieder begeistert. Und wer es ein bißchen kuscheliger haben möchte, der kann sich auch auf die Eckbank mit ausgelegten Schaffellen zurückziehen.

Mainz_Wildes Leben

Alles in allem eine top Empfehlung! Zum Schluss soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass auch die Quiches und Salate super schmecken. Zudem finden im Wilden Leben immer wieder auch kleine Konzerte oder Kreativabende in Form von Nähworkshops statt.

Achso, und pünktlich zum Hochsommer ist auch die Genehmigung für den Außenbereich eingetrudelt. Das heißt ENDLICH darf man bei den Höchsttemperaturen auch draußen sitzen. Super!!!

Kinderfaktor:

Der ist definitiv gut. Da das Essen individuell zusammengestellt werden kann, wird hier wahrscheinlich für jedes Kind etwas dabei sein. Außerdem gibt es in der Regel Kleinigkeiten wie Muffins oder Zimtschnecken, bei der wahrscheinlich die wenigsten Kinder widerstehen können. Ist das Kind noch eine Nummer kleiner, kann man (zumindest in begrenztem Maße) mit Kinderwagen hinein. Ansonsten ist aber auch auf dem Vorplatz genügend Platz, um einen Kinderwagen abzustellen und ihn durch die großen Fenster immer im Auge zu haben. Kleiner Wehrmutstropfen: eine Wickelmöglichkeit fehlt bislang.

Mainz_Wildes Leben_Kuchen

Habt ihr ein absolutes Lieblingscafé oder Frühstückslokal in Mainz? Ihr dürft gerne eure Tipps hier hinterlassen.

8 thoughts on “Frühstück in der Neustadt: Wildes Leben

  1. Diesen Tipp werde ich mir sofort notieren, schliesslich wollen wir unbedingt mal wieder nach Mainz, der lezte Besuch ist drei Jahre her, da wirs es nochmal Zeit ;-)
    Gruß aus Aachen
    Sandra

  2. Man merkt dass ich nur in der Neustadt arbeite und nicht wohne. Ich hatte ja keine Ahnung! Es kommt sicher bald ein Wochenende, an dem wir das Familienfrühstück in die Neustadt verlagern und dann im Wilden Leben einfallen werden. Danke für den schönen Bericht und die tollen Fotos!
    :)

  3. Dein Bericht hat uns bestärkt, auch dort mal frühstücken zu gehen. Tendenziell in der dunkleren Jahreszeit werden meine Frau und meine kleine Tochter dort einkehren wollen. Und deine Advokado-Creme werden wir sicherlich nicht vergessen.

    Deine Blogs sind so locker, lebendig und irgendwie authentisch geschrieben, dass man tatsächlich süchtig danach werden kann.

    Ich habe 21 Jahre in der Neustadt gelebt. Mit Frau und Tochter mussten wir aufgrund des höheren Platzbedarfs nach Gonsenheim ziehen. Gonsenheim ist ja ein eigene schöne Stadt. So vielfältig, aber auch irgendwie gesetzt. Deswegen fahren die auch immer wieder regelmäßig in unsere geliebte Mainzer Neustadt herunter. Dort ist Dynamik und das junges Treiben angesagt, welches uns unser Herz erfüllt.

    Viele Grüße

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